Wurstspezialitäten in Familientradition

Von der „Rucksack-Metzgerei“ zum mittelständischen Familienunternehmen mit drei Produktionsstätten: Seit der Gründung im Jahr 1906 ist Kupfer erfolgreich gewachsen. Blicken Sie mit uns auf die über 100-jährige Geschichte des Heilsbronner Unternehmens zurück.

Kupfer

1881

Hans Kupfer wächst in der „goldenen Epoche“ des Kaiserreiches zusammen mit neun weiteren Geschwistern auf und erlernte das Metzgerhandwerk in Schwabach. 1895 legt er seine Gesellenprüfung erfolgreich ab und begab sich wie damals üblich auf Wanderschaft.

1906

Gründung der Metzgerei Hans Kupfer & Sohn in der Abteigasse in Heilsbronn.

1920

Hans Kupfer legt seine Meisterprüfung ab. Die geschäftlichen Aktivitäten werden in den folgenden Jahren immer mehr auf den Raum Nürnberg-Fürth ausgedehnt. Treuster Begleiter von Hans Kupfer ist der Drahtesel, daher auch der Name „Rucksack-Metzgerei“. In den Folgejahren wird das Unternehmen langsam von der „Rucksack-Metzgerei“ zum florierenden Handwerksbetrieb aufgebaut.

Bis 1945

Die ersten Mitarbeiter werden eingestellt, neue Maschinen angeschafft, ein Kühlhaus gebaut und ein Lieferwagen gekauft. Während des zweiten Weltkriegs musste das Unternehmen vorübergehend geschlossen werden.

Ab 1946

Es geht wieder voran: Schrittweiser Ausbau der Betriebsanlagen, Erhöhung der Mitarbeiterzahl auf 20 und Einsatz rationeller Maschinen. Die gesamten 50er und 60er Jahre sind von starkem Wachstum geprägt. Schnell steigen das Produktionsvolumen und die Mitarbeiterzahl, erste Großaufträge werden angenommen.

1952

Otto Kupfer Senior, Sohn von Hans Kupfer, übernimmt die Leitung der Großmetzgerei und weitet den Wirkungskreis auf ganz Deutschland aus.

1970

Ein Meilenstein in der bis dato 64-jährigen Firmengeschichte: Umzug von der Abteigasse in den Mausendorfer Weg 9. Die Bauzeit des Neubaus beträgt weniger als zwei Jahre. Täglich werden bis zu vier Tonnen Frischwurst und drei Tonnen Dosenwurst hergestellt, die Zerlegung der geschlachteten Tiere ist Teil der Produktion. In dieser Zeit werden sehr viele Kunden aus der Gastronomie beliefert. Weiter steigende Mitarbeiterzahlen und zahlreiche Auszeichnungen kennzeichnen den Erfolgsweg des Unternehmens in den nächsten Jahren.

1975

120 Mitarbeiter arbeiten zu diesem Zeitpunkt bei Kupfer und das Produktionsprogramm umfasst 70 unterschiedliche Wurstwaren. Besonders erfreulich: 18 Produkte werden bereits 1975 von der DLG ausgezeichnet.
Kupfer
Kupfer

Ende der 70er Jahre

Kupfer beschäftigt inzwischen 200 Mitarbeiter und ist bayernweit auf Wachstumskurs. Die überregionale Belieferung von Wurstwaren beginnt. Es handelt sich dabei um lose Wurstwaren, die an der Fleischtheke verkauft werden. In diesen Jahren steigt die Produkt- sowie die Kundenvielfalt stark an.

1981

Otto Kupfer, der 1957 geborene Sohn von Otto Kupfer sen., tritt in die Geschäftsführung ein und wird Teil des Vertriebs. Im Jahr 1985 übergibt Otto Kupfer sen. die Leitung des Familienunternehmens an seinen Sohn Otto. Mit dem erfolgreichen Einstieg in den spanischen und französischen Markt wird Kupfer in den nächsten Jahren europaweit aktiv. Dank dem Führungswechsel gelingt auch ein weitreichender Strategiewechsel: Fortan wird keine eigene Zerlegung mehr getätigt; auch entfallen die Schlachtung und der damit verbundene Vieheinkauf. Im Weiteren wird die breitgefächerte Produktpalette an Wurstwaren auf eine konzentrierte Anzahl an Wurstwaren reduziert. Auch im Kundenbereich findet – mit Aldi Süd und Norma – ein Wechsel von vielen Kleinkunden auf Großkunden des LEHs und des Discounts statt. Zu dem Zeitpunkt werden bereits 75% der Produkte „just in time“ in Linienproduktion hergestellt. Der Strategiewechsel gelingt – Kupfer bleibt auf Wachstumskurs.

1984

Technologische Fortschritte werden umgesetzt: Die erste Linienproduktion für Bratwürste entsteht.

1990

Kupfer übernimmt die Thüringer Wurstspezialitäten VEB Ilmenau und gründet die Ilmenauer Wurstwaren GmbH. Thüringer Spezialitäten wie die Original Thüringer Bratwurst werden in das Produktsortiment aufgenommen.

1991

In Nürnberg wird die Gebrüder Kupfer GmbH gegründet. Heute werden dort täglich 1.000.000 Original Nürnberger Rostbratwürstchen produziert.

1996

Eine hochmoderne Fabrikationsstätte am Standort Günthersleben wird eingeweiht, die jährliche Produktion steigt auf 15.000 Tonnen.

1998

Erste Geflügelprodukte werden vermarktet. Der Neubau in Heilsbronn (Werk 2) zur Produktion von Geflügelwurst wird Anfang 2000 fertig.
Kupfer
Kupfer

2003

Kupfer wächst weiter: In Heilsbronn wird das neue Verwaltungsgebäude fertiggestellt, in die Erneuerung der Produktionsstätten investiert und ein drittes Werk gebaut. Zudem steigt Kupfer in den Convenience-Markt ein. Die Mitarbeiterzahl ist auf 850 gestiegen.

2006

Schockmoment: Bei einem Großbrand wird die Fabrikationsstätte in Heilsbronn vollständig zerstört.

2007

Nach dem Großbrand werden Anlagen und Gebäude in kürzester Zeit und nach modernsten Maßstäben wiederaufgebaut. Ein Kraftakt, der ein Maximum an unternehmerischem Engagement erfordert, der sich aber bis heute mehr als bewährt. In der Zwischenzeit stellt Kupfer in einem anderen Werk zwei Drittel der Produktionsmengen her und kann somit weiterhin mit den Standorten in Nürnberg und Günthersleben aktiv am Markt bleiben.

2008

Die neue Produktionsstätte in Heilsbronn startet mit 450 Mitarbeitern. Das 50.000 m2 große, zweistöckige Gebäude mit eigener Klär- und Photovoltaikanlage sowie einem Hochregallager mit 4500 Stellplätzen ist eines der modernsten Werke Europas.

2010

Johannes Kupfer, Urenkel von Hans Kupfer sen., steigt in das Unternehmen ein. An der Seite seines Vaters Otto Kupfer jun. ist er Teil der Unternehmensleitung und der Vertriebsmannschaft.

2011

Kupfer ist fester Aussteller auf der Ausbildungsmesse in Ansbach. Auch in Heilsbronn findet eine Messe statt.
Kupfer
Kupfer

2013

Mit 175 Millionen Euro erreicht Kupfer erstmalig wieder die Umsatzhöhe des Geschäftsjahres vor dem Brand 2006. Mittlerweile arbeiten 850 Mitarbeiter in dem Familienunternehmen.

2015

Zum ersten Mal nimmt Kupfer an der weltweit größten Handelsfachmesse Private Label Manufactures Association (PLMA) in Amsterdam teil. Zudem: Start der Ideenrallye, bei der Verbesserungsvorschläge von allen Mitarbeitern gesammelt werden.

2017

Erweiterungen und bauliche Neubauten bereichern die Standorte Nürnberg und Günthersleben. In Heilsbronn eröffnet Kupfers Metzgermarkt mit Landbistro, Metzgerei und Werksverkauf unter der Leitung von Jakob Kuper, Urenkel von Hans Kupfer, und seiner Ehefrau Julia Kupfer. In diesem Jahr finden auch erste Exporte in die USA statt.

2018

Maximilian Kupfer, Urenkel von Hans Kupfer, steigt in das Unternehmen ein. An der Seite seines Vaters Otto Kupfer ist er mit Johannes Kupfer Teil der Unternehmensleitung und leitet die Abteilung für Mitarbeiterbindung und -gewinnung. Zudem ist er für das Thema Nachhaltigkeit verantwortlich. Kupfer beschäftigt jetzt 1.000 Mitarbeiter.

2019

Kupfer knackt zum ersten Mal die 200-Millionen-Euro Umsatzgrenze und gibt seine neue Unternehmensvision bekannt. Neben einem Bekenntnis zu den Grundwerten Tradition, Qualität und Innovation ist es das Ziel, zu den Top 10 der Wurstbranche zu gehören. Das Familienunternehmen engagiert sich zudem weiterhin in der Nachwuchsförderung: Kupfer ist Kooperationspartner der Mittelschule Petersaurach, des Sonderpädagogischen Förderzentrums Neuendettelsau, der Technischen Hochschule Nürnberg, sowie ständiger Teilnehmer der Auszubildendenmesse der Realschule Heilsbronn. Im Gesundheitsmanagement entstehen Partnerschaften mit B-Fit Neuendettelsau und Fair Fitness Nürnberg.
Kupfer

Hans Kupfer & Sohn GmbH & Co. KG Wurstspezialitäten
Mausendorfer Weg 11 · 91560 Heilsbronn
Telefon 09872/804-0 · Telefax 09872/804-123

Gebrüder Kupfer GmbH & Co. KG
Marburger Straße 8 · D-90427 Nürnberg
Telefon: 0911/93618-0

Ilmenauer Wurstwaren GmbH & Co. KG
OT Günthersleben · Ebsdorfer Grundstraße 6
D-99869 Drei Gleichen · Telefon: 09872/804-0